Ticks

Klein- und Kindergartenkinder entwickeln manchmal komische kleine Marotten. Sie zwinkern mit den Augen, räuspern sich auffällig oft oder werfen den Kopf nach hinten. Gehören solche Ticks einfach zur Entwicklung von Kindern dazu?

Ticks (oder Tics) dagegen sind unfreiwillige Bewegungen, die zudem oft das Gesicht betreffen, wie zum Beispiel Zwinkern. Es gibt aber auch stimmliche Äußerungen wie Husten, Räuspern oder staccato-artige Wortwiederholungen.

Etwas Außergewöhnliches sind aber bestimmte Ticks bzw. Verhaltensweisen nicht: Immerhin jedes fünfte Kind im Vorschulalter ist vorübergehend von Ticks und Zwangshandlungen betroffen, wie auf der Jahrestagung der Tourette-Gesellschaft Deutschland e.V. 2004 in Aachen festgestellt wurde. Und immerhin noch jedes zehnte Kind im Schulalter zeigt zeitweise ein solches Verhalten. Meist dauert es nur einige Wochen bis Monate an, so die beruhigende Nachricht der Fachleute der Tagung. Die meisten Ticks und Zwänge sind nach maximal einem Jahr verschwunden.

Sollten Ticks aber sehr ausgeprägt sein, bzw. lange anhalten, sollten diese(r) ärztlich abgeklärt werden.

 

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