Stuhlinkontinenz

Stuhlinkontinenz (lat.: Incontinentia alvi, Darminkontinenz, anorektale Inkontinenz, anale Inkontinenz) ist die Unfähigkeit, seinen Stuhlabgang oder Winde willkürlich zurückzuhalten. Sie betrifft Menschen aller Altersgruppen, kommt aber häufiger bei älteren Menschen vor. Die mit der Symptomatik verbundenen psychischen Belastungen sind enorm; siehe Psychosoziale Aspekte der Stuhlinkontinenz. Das für die Stuhlkontinenz verantwortliche Organ ist das Kontinenzorgan.

Ursachen

Die Ursachen einer Stuhlinkontinenz können vielfältig sein und es müssen mehrere Faktoren zusammen treffen, um eine Stuhlinkontinenz auszulösen. Wenn nur einer der Mechanismen zur Steuerung der Stuhlentleerung ausfällt, so wird das in der Regel durch sogenannte Kompensationsmechanismen wieder ausgeglichen. Außerdem spielen auch subjektive Eindrücke eine Rolle dabei. Folgende Ursachen können eine Stuhlinkontinenz auslösen:

Störung der Impulsverarbeitung:
Unterbrechung der Pulsüberleitung:
Sensorische Störung:
  • Hämorrhoiden(Vorstülpen ausgedehnter Hämorrhoiden nach außen mit Verlust der sensiblen Wahrnehmung)
  • Diarrhoe
  • Rektumprolaps(Vorstülpen der Darmschleimhaut nach außen mit Verlust der sensiblen Wahrnehmung)
  • Dickdarmentzündung (Colitis)
Muskuläre Störung:
Medikamente:
  • Psychopharmaka
  • Abführmittel in hoher Dosierung (z. B. Paraffin)
Psychische/psychiatrische Störung:
  • Rückfall in kleinkindliche Verhaltensweisen (Psychosen)
  • Konflikte mit Betreuungspersonen
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