Mein Kind schmeißt ständig etwas um

Dass ein Kind "ständig etwas umschmeißt" wird gelegentlich als "Ungeschicklichkeit" bagatellisiert.       Jedoch können hierbei verschiedenste Bereiche aus der "Motorik" betroffen sein.

Die Motorik zeigt sich durch zahlreiche Komponenten bestimmt. Deren Funktionstüchtigkeit und Zusammenspiel macht ihre Qualität aus, vor allem das der konditionellen Grundeigenschaften, der koordinativen Fähigkeiten und der persönlichen Ausstrahlung.

Als Alltagsmotorik bezeichnen die Bewegungswissenschaft, die Arbeitslehre oder die Physiotherapie die Gesamtheit der Bewegungen (Motorik), die Tag für Tag benötigt und eingesetzt werden, um sich in seiner Umwelt zu bewegen und die Verrichtungen des täglichen Lebens zu bewerkstelligen. Hierzu gehören etwa das Anziehen, das Essen, das Gehen, das Treppensteigen, die Hausarbeit, das Einkaufen oder das (nicht sportliche) Radfahren. Die Alltagsmotorik unterscheidet sich nach Struktur, Ausrichtung und Intensität der Bewegungsabläufe von der Berufs- oder Arbeitsmotorik und von der Sportmotorik.

Die Alltagsmotorik bedarf bei gesunden Menschen keiner aufwändigen Lernprozesse. Sie wird mit den geistigen und physischen Entwicklungsfortschritten, durch agile Kinder weitestgehend selbsttätig, allmählich angeeignet. Eltern und Erzieher werden in aller Regel zusätzlich fördernd tätig. Die Alltagsmotorik kann als Basisfertigkeit verstanden werden für den späteren Erwerb der anspruchsvolleren übungs- und trainingsintensiveren Arbeits- oder Sportmotorik.

Siehe auch die Kapitel (gestörte) "Feinmotorik" und (gestörte) "Grobmotorik"


Typische Alltagssituationen

"Mein Sohn (23 Monate) stößt ständig alles mögliche um. Egal ob Spielzeug oder seine Tasse. Dauernd greift er knapp daneben."

↑ nach oben