Kurzzeitgedächtnisstörungen

Kurzzeitgedächtnisstörung: Störung der Merkfähigkeit

Das Kurzzeitgedächtnis: Nützlicher Zwischenspeicher

Wird eine Information über die Sinnesorgane aufgenommen, bleibt sie für Millisekunden im so genannten Ultrakurzzeitgedächtnis (sensorisches Gedächtnis). Hierüber gelangen die Daten je nach Relevanz entweder in das Kurzzeitgedächtnis oder werden gar nicht erst gespeichert.

Das Kurzzeitgedächtnis kommt nahezu permanent zum Einsatz. Ohne seine Funktion könnten wir uns an Ereignisse oder Erfahrungen, die unmittelbar passiert sind, nicht erinnern. Die Speicherkapazität des Kurzzeitgedächtnisses ist allerdings begrenzt: Kommen neue Inhalte hinzu oder werden wir abgelenkt, werden die alten Informationen durch die neuen ersetzt. Und auch zeitlich stößt es schnell an seine Grenzen: Oft verweilen Informationen im Kurzzeitgedächtnis nicht länger als eine halbe Minute. Jedoch kann aus dem kurzzeitigen Wissen ein langfristiges werden – nämlich dann, wenn die Informationen in das Langzeitgedächtnis aufgenommen werden.

 

Kurzzeitgedächtnis ist ein Begriff der Psychologie zur Klassifizierung bestimmter Gedächtnis-Phänomene und dient insbesondere der Abgrenzung zum Langzeitgedächtnis.

Ein kurz sichtbares Bild kann analysiert werden, obwohl es nicht mehr sichtbar ist; eine Melodie besteht für uns nicht aus einzelnen Tönen, sondern erscheint als ein Ganzes. Wir können kopfrechnen und einen Text lesen und verstehen, ohne ihn auswendig zu können. Wir schlagen eine Telefonnummer nach und haben sie schon wieder vergessen, bevor wir das Telefon erreichen, es sei denn, wir sagen sie uns unterwegs immer wieder vor.

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