erhöhter Sauerstoffbedarf

Respiratorische Komplikationen bei neurodegenerativen Erkrankungen

Normalerweise produziert die Luftröhre Schleim zur Anfeuchtung der Luft, bevor diese die Lungen erreicht. Bei normaler körperlicher Aktivität, ist dieser Schleim kein Problem. Bei der durch neurologische Degeneration hervorgerufenen Inaktivität wird der Schleim nicht rückresorbiert oder ausgeschieden und kann so eventuell in die Lungen gelangen. Auch sind die Lungenwände eventuell steifer geworden, was zu einer Vermehrung von Flüssigkeit zwischen den Alveolen führt.

Bei den Alveolen handelt es sich um kleine Lungenbläschen, in denen der Austausch von Kohlendioxid und Sauerstoff stattfindet.

Diese vermehrte Flüssigkeit verursacht Probleme beim Atmen, was wiederum zu verringertem Sauerstoffzufluss in das Blut führt. Dies kann sehr schwerwiegend sein. Brustmuskeln und Zwerchfell können starrer werden und so eine korrekte Atmung der Lunge verhindern.

Folge eines erhöhten Sauerstoffbedarfs ist die sogenannte Tachypnoe:

Tachypnoe (griechisch ταχύπνοια, tachypnoia, „Schnellatmung“) ist eine gesteigerte bzw. überhöhte Atemfrequenz (d. i. Atemzüge pro Minute). Die normale Atemfrequenz liegt bei 15–20 pro Minute.

Ursachen der Tachypnoe können sein: Erhöhter Sauerstoffbedarf (bei körperlicher Belastung, Fieber), Störungen des Säure-Basen-Haushalts, erniedrigtes Sauerstoffangebot, verminderte Sauerstoffaufnahme aus der Atemluft (z. B. bei Lungenerkrankungen) oder Störungen der Atemregulation (psychische Erregung, Hyperventilation).

Diese respiratorischen Komplikationen können zu einer Pneumonie führen. Bei Pneumonie handelt es sich um eine Infektion der Lunge, bei der Absonderungen der Lunge eine schwere Entzündung auslösen.

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