Atemaussetzer

Wenn einem im Schlaf die Luft wegbleibt, sollte man einen Arzt aufsuchen. Denn dann könnte man von einer Schlafapnoe betroffen sein. Unbehandelt kann der nächtliche Sauerstoffmangel erhebliche gesundheitliche Schäden verursachen.

Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS) ist ein Beschwerdebild, das durch Atemstillstände (Apnoen) während des Schlafs verursacht wird und in erster Linie durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum Einschlafzwang (Sekundenschlaf) sowie einer Reihe weiterer Symptome und Folgeerkrankungen gekennzeichnet ist.

Atemloser Schlaf

Bei ganz normalem Schlaf halten die Muskeln, die Zunge, Rachen und Gaumen kontrollieren, die Atemwege offen. Wenn diese Muskeln erschlaffen, werden die Atemwege verengt und es kann zum Schnarchen kommen. Erschlaffen diese Muskeln im Schlaf noch weiter, werden die Atemwege vollständig blockiert und es kommt zum Atemstillstand.

Das Gehirn reagiert glücklicherweise meist schnell in solchen Fällen und veranlasst die Ausschüttung von Adrenalin, was den Schlafenden weckt, sodass sich die Muskeln sich wieder anspannen und die Atemwege frei werden. Das kann mehrmals pro Nacht passieren, doch die ständigen Adrenalinstöße und der Sauerstoffmangel sind eine extreme Belastung für den Körper.

Gefahr Sekundenschlaf

Mit Apnoe kommt der Körper nicht zu seiner benötigten Erholung im Schlaf. Folge davon sind Tagesmüdigkeit, Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten bis hin zu Erektionsstörungen und verminderter sexueller Lust. Auch Folgeerkrankungen wie Bluthockdruck, Herzrhythmusstörungen, Schlag- oder Herzanfälle können vorkommen.

Abgesehen davon, dass solche Symptome die Betroffenen in ihrer Leistungsfähigkeit einschränken, kann es auch richtig gefährlich werden (z.B. Einschlafen beim Autofahren)

 

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